|
 Die Bauarbeitergewerkschaft SUNTRACS ist mit 40.000 Mitgliedern die stärkste und kämpferischste soziale Bewegung in Panama. Ihre Mitglieder und Führer werden sowohl von der Regierung, als auch von den „gelben“ Pseudo-Gewerkschaften der Unternehmen unter Druck gesetzt. Innerhalb eines halben Jahres forderte die Repression gegen die Gewerkschaft drei Opfer: Osvaldo Lorenzo, 35, wurde am 14.August 2007 vom Wachschutz der Firma Odebrecht erschossen; nur zwei Tage später wurde Luiyi Argülles, 23, von Nationalgarden bei Protesten ebenfalls ermordet. Im Februar 2008 wurde in Colon Iromi Smith erschossen. Das Doku-Drama „Sangre de Panama“ rekonstruiert mit den Familienangehörigen und Mitgliedern von SUNTRACS detailgetreu die Ereignisse vor und bei der Ermordung von Osvaldo Lorenzo und Luiyi Argülles. Regie: Miriam Fischer und Andres DelCampo DVD PAL 43 min. 1:1.85 spanisch mit englischen und deutschen Untertiteln Panama/Deutschland 2009 |
|
|
Deutschland, Mai 2007, wenige Wochen vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm: Tobias, Praktikant einer kleinen Produktionsfirma erhält den Auftrag, einen Insiderbericht zu den G8-Protesten zu filmen. Bei den Recherchen in einem Kreis von Aktivisten gibt er sich als Filmstudent aus, um an Informationen zu kommen. Was als Job beginnt, entwickelt sich für Tobias bald zu einer Auseinandersetzung mit sich selbst, seinem bisher unpolitischen Leben und der Gesellschaft. Mehr und mehr fühlt er sich zu den Aktivisten hingezogen – besonders zu Judith, die ihr eigenes Geheimnis hat. Während des G8-Gipfels überschlagen sich die Ereignisse, und nicht nur Tobias muss sich entscheiden… Die Spiel-Dokumentation verbindet dokumentarische Elemente der Geschehnisse und Interviews mit einer fiktiven Handlung. Der Film entstand während der Aktionstage in Rostock, im Convergence-Center, auf der Straße, bei den Blockaden und im Camp Reddelich mit Laiendarstellern aus dem Umfeld der Proteste. Regie: Miriam Fischer DVD PAL 95 min. 1:1,85 Deutschland 2008
|
|
Am 14. Juni 2006 wurde in der Stadt Oaxaca im gleichnamigen mexikanischen Bundesstaat das Protestcamp der streikenden Lehrer geräumt, die für bessere Löhne und soziale Verbesserungen für ihre Schüler kämpften. Diese brutale Räumung führte zu einer breiten Solidarisierung der Bevölkerung Oaxacas, die sich in der APPO (Volksversammlung der Völker Oaxacas) organisierte. Die APPO fordert nicht „nur“ die Absetzung des für die Repression verantwortlichen Gouverneurs Ulises Ruiz Ortiz, sondern hat weit reichende Vorschläge für eine neue Verfassung und Reformen erarbeitet.
Der Film „Oaxaca – zwischen Rebellion und Utopie“ zeigt den Kampf der APPO und den Alltag in den Camps, lässt Menschen der verschiedenen Sektoren zu Wort kommen, die von ihren Gründen, sich dem Kampf anzuschließen berichten, aber auch von ihren Hoffnungen und Plänen für die Zeit nach Ulises. Er zeigt aber auch die brutale Repression, der sich die sozialen Bewegungen Oaxacas ausgesetzt sehen, und die schon mehrere Todesopfer gefordert hat.
Regie: Miriam Fischer Festivals / Kinovorführungen DVD PAL 80 min. 1:1.85 spanisch mit deutschen Untertiteln Mexico/Deutschland 2007
|
„Iromi hat immer gesagt, wenn man nicht kämpft, erreicht man nie etwas. Jetzt nach seinem Tod wird mir klar, dass er Recht hatte.“ Katia Martinez de Smith Am 12. Februar 2008 wurde in Colon, Panama, der 28-jährige Bauarbeiter und Gewerkschaftsaktivist Al Iromi Smith von der Polizei erschossen, als er einen ebenfalls angeschossenen Kollegen nach einem Protest ins Krankenhaus bringen wollte. Sein Tod sorgte für einen Aufschrei und tagelange Proteste im ganzen Land. Der Film rekonstruiert die Ereignisse um seine Ermordung, lässt Zeugen und Angehörige zu Wort kommen, zeigt aber auch die Person Iromi und seinen Kampf für soziale Gerechtigkeit, den er als Aktivist der Bauarbeitergewerkschaft Suntracs, als Student und in seiner Gemeinschaft führte. Regie: Miriam Fischer und Andres DelCampo
DVD NTSC 28 min. 1:1,85
spanisch mit deutschen Untertitel
Panama 2008
|
„Katrina´s Child“ handelt von Menschen, die sich selbstorganisiert um den Wideraufbau der vom Hurrikan Katrina im August 2004 zerstörten Stadtteile New Orleans bemühen.
Nachdem es von seitens staatlicher Organisationen außer einer quasi-militärischen Besetzung keinerlei Hilfe für die Betroffenen gab, beschloss eine kleine Gruppe sozialer Aktivisten, solidarische Unterstützung zu organisieren. Daraus entstand eine Bewegung, die nur mit Freiwilligen und unterstützt durch Spenden für mehrere zehntausend Familien Hausrenovierungen, medizinische Basisversorgung, Nahrungsmittel und Schulprojekte organisiert hat. Aber die Vision von „Common Ground“ geht über die akute Notfallhilfe weit hinaus. So stellt der Film auch die Frage nach grundsätzlichen Veränderungen in einer globalisierten Welt und solidarischen, kommunitären Alternativen dazu.
Regie: Alisa LaSotnik und Miriam Fischer DVD NTSC 28 min. 1:1.85 Sprache: englisch USA 2006
|
|
|
|
|
|